Anstieg bei Überprüfungen des Kindeswohls in 2014

Veröffentlicht in Rechtsanwalt Mainz Blog

Im Jahr 2014 haben die Jugendämter in Deutschland in rund 124.000 Fällen überprüft, ob eine Gefährdung des Kindeswohls vorliegt. Die Anzahl der Verfahren zur Einschätzung einer Kindeswohlgefährdung ist damit nach einer Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Vergleich zum Vorjahr um 7,4 % angestiegen. Das Jugendamt hat nach § 8a Abs. 1 SGB VIII den gesetzlichen Auftrag, das Risiko einer Kindeswohlgefährdung einzuschätzen, wenn ihm gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls eines Kindes oder Jugendlichen bekannt werden. Von einer Kindeswohlgefährdung spricht man, wenn eine erhebliche Schädigung des körperlichen, geistigen oder seelischen Wohls eines Kindes oder Jugendlichen bereits eingetreten ist oder mit ziemlicher Sicherheit zu erwarten ist.

In den im Jahr 2014 erfassten Verfahren bewerteten die Jugendämter rund 18.600 Fälle als eindeutige Kindeswohlgefährdungen („akute Kindeswohlgefährdung“), was einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 8,2 % entspricht. In 22.400 Fällen (+ 4,7 %) konnte eine Gefährdung des Kindes oder Jugendlichen nicht ausgeschlossen werden („latente Kindeswohlgefährdung“). Der stärkste Anstieg (+ 9,8 %) In rund 41.500 Fälle kamen die Fachkräfte des Jugendamtes zu dem Ergebnis, dass zwar keine Kindeswohlgefährdung vorliegt, aber ein weiterer Hilfe- oder Unterstützungsbedarf gegeben ist.

(Quelle: Destatis, Pressemitteilung vom 11.09.2015)

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